Das Umweltverbrechen „Josef-Stadt“ verhindern!

Neuer Stadtteil wäre ein ökologisches Desaster

BFF-Fraktion –  Mitteilung 28-2018

Wenn das Wort „Umweltschutz“ und dessen Bedeutung nicht nur eine wohlfeile politische Phrase sein soll, sondern auch eine politische Verpflichtung  beinhaltet, dann hat der Tropensommer 2018 nachdrücklich eins unter Beweis gestellt: Der geplante neue Stadtteil im Nordwesten Frankfurts kann und darf nicht gebaut werden! Denn die drohende Unterbrechung, zumindest aber die starke Minderung der Frischluftzufuhr aus dem Taunus sowie die viel zu große Wasserzuleitung für Frankfurt aus dem inzwischen an Wassermangel notleidenden Vogelsberg lassen alle Pläne für dieses Projekt noch mehr als das Umweltverbrechen erscheinen, welches diese Planung ohnehin bereits darstellt.

Die Bürger Für Frankfurt BFF, ihre Fraktion im Römer und Vertreter in den Ortsbeiräten haben sich frühzeitig und konsequent gegen diese Planung gewandt, die eng mit dem Namen von Oberbürgermeister Feldmann und dem Planungsdezernenten Josef (beide SPD) verbunden ist. Insbesondere Josef hat den geplanten neuen Stadtteil zu seinem Hauptanliegen gemacht, daher rührt auch die Bezeichnung „Josef-Stadt“ für das Projekt. Beiden Politikern kann nicht das geringste Interesse an Umweltproblemen unterstellt werden, beide wollen lediglich politischen Profit aus Wohnungsbau um jeden Preis schöpfen.

Und um einen neuen Stadtteil im Norden zu verhindern, wo die marode Frankfurter CDU immer noch ihr größtes Wählerpotential glaubt, hat der größte Koalitionspartner im Römer, die CDU, den Weg für dieses Umweltverbrechen frei gemacht. Noch schändlicher aber ist die Rolle des kleinsten Koalitionspartners, also der Grünen: Auch sie wollen dem Wohnungsbau den Vorrang geben. Dabei müsste allein der Name sowie die angebliche Sorge um umweltpolitische Nachhaltigkeit dieser Partei auch nur den Gedanken verbieten, mitverantwortlich an großflächiger Zerstörung von Grün- und wertvollsten Ackerflächen, also Frisch- und Kaltluftentstehungsgebieten und somit an klimatischen Verschlechterungen, Wasserraub, weitflächiger Verlärmung und unerträglicher Verkehrsverdichtung zu werden.

Was allerdings soll man von der grünen Umweltdezernentin Heilig erwarten, die allen Ernstes den Bürgern empfiehlt, Straßenbäume in den schier endlosen Frankfurter Hitzetagen mit wertvollem Trinkwasser zu „retten“. Derweil müssen in der Vogelsbergstadt Ulrichstein bereits seit einem Monat Tanklastwagen die dortige Bevölkerung versorgen. Edwin Schneider, Bürgermeister der Stadt Ulrichstein im Vogelsberg, schrieb kürzlich an das Frankfurter Umweltdezernat:  "Wenn ich höre, dass das gute Vogelsberger Wasser in Frankfurt genutzt werden soll um die Bäume zu gießen, treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht". Nicht weniger als 40 Prozent seines Trinkwassers bezieht Frankfurt aus den Vogelsbergquellen. Die „Josef-Stadt“ würde diese problematische Situation weiter verschärfen. Deshalb fordern die Bürger Für Frankfurt BFF im Römer erneut, dass sämtliche Pläne für dieses Umweltverbrechen sofort gestoppt werden!