4. Frankfurts Grünflächen pflegen

Jeder heiße Sommer deckt die Unterfinanzierung des personell überforderten Grünflächenamtes schonungslos auf. Der Rasen in städtischen Parks und Anlagen leidet darunter, Friedhöfe werden nicht ausreichend gepflegt und benötigen verrottungssichere Abfallbehälter, auf den Spielplätzen sind Wasserspiele zu oft außer Betrieb. Der geplante Wegfall des großen Grüngürtelbereichs der Pferderennbahn in Niederrad ist der aktuell schwerste Sündenfall der Umweltpolitik in Frankfurt. Unsere Stadt braucht aber mehr denn je zuvor ausreichende und erweiterte Grün- und Erholungsflächen.

Unsere Positionen:

  • Das Grünflächenamt wird mit ausreichenden finanziellen Mitteln und personellen Kapazitäten ausgestattet, um seinen vielfältigen Aufgaben nachkommen zu können.
  • Ungenutzte Verkehrs- und Siedlungsflächen werden durch Entsiegelung der Natur zurückgegeben. Flächenentsiegelung durch Privatpersonen sollen von der Stadt mit Rat und Tat gefördert werden.
  • Über langjährig brachliegende Grundstücke wird eine Liste erstellt. Mit Einverständnis des jeweiligen Eigentümers werden diese Grundstücke von der Stadt begrünt, indem dort entweder Rasen ausgesät wird oder Samen von Pflanzen, die auf kargem Boden gedeihen.
  • Der Grüngürtel darf nicht weiter reduziert, sondern muss erweitert werden.
  • Die traditionsreiche und beliebte Galopprennbahn mit ihren Einrichtungen im Grüngürtelgelände ist zu erhalten. Für das DFB-Projekt kann eine andere geeignete Fläche im Frankfurter Stadtgebiet ausgewiesen werden.
  • BFF wird mit politischen Partnern nur dann Kooperationen oder Koalitionen eingehen, wenn der Erhalt der Galopprennbahn langfristig gesichert bleibt.
  • Der geplante Bürgerpark auf dem Grüngürtelgelände der Pferderennbahn ist wegen anderer bereits vorhandener Parks in der Nähe nicht unbedingt erforderlich. Das Gelände soll mit Ausnahme von Renntagen und besonderen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit weiterhin frei zugänglich sein.
  • Erhalt und Schutz aller bestehenden Kleingartenanlagen.
  • Auf den städtischen Friedhöfen soll künftig nur noch mit geräuscharmen Maschinen gearbeitet werden, um den Friedhof als Ort der Ruhe und des stillen Andenkens an die Verstorbenen in naturnaher Umgebung zu erhalten.