10. Frankfurt nutzt moderne Energie

Die Versorgung mit Energie ist für die Wirtschaft wie für die Privatverbraucher lebensnotwendig. Für viele Frankfurter Haushalte bedeuten die weiter steigenden Ausgaben für Strom und Heizung eine erhebliche Belastung ihrer finanziellen Möglichkeiten. Deshalb ist die Bezahlbarkeit dieser Kosten auch für Normal- und Geringverdiener unabdingbar. Dabei sollen ökologische Gesichtspunkte nicht in den Hintergrund geraten, aber auch nicht alleinbestimmend sein. Alle Möglichkeiten der Nutzung moderner Energiequellen müssen genutzt werden.

Unsere Positionen:

  • Die noch immer in Frankfurt geltende Passivhaus-Pflicht bei städtischen Neubauten für öffentliche Einrichtungen und Wohnungsbau ist extrem teuer mit fraglichem, und wenn überhaupt, erst sehr langfristigem Nutzen. Diese Pflicht muss weg, in vielen Fällen ist der Niedrigenergiehaus-Standard vorteilhafter.
  • Die Einführung sogenannter intelligenter Stromnetze wird abgelehnt. Sie wird zu einer Gängelung der Bürger führen, wenn die Stromversorgung nach Weisung der Politik in die Haushaltsführung und Lebensplanung des Bürgers zwangsweise hineinregiert. Zudem sind diese Netze besonders anfällig gegen Angriffe des Cyber-Terrorismus.
  • Windräder oder Windparks sind im Bereich der An- und Abflugrouten des Frankfurter Flughafens wegen der Störung des Radars und in Naturschutzgebieten zum Schutz von Fledermäusen und Vögeln grundsätzlich nicht zu genehmigen.
  • Vor der flächendeckenden Einführung der Power-to-Gas-Speichertechnik muss nachgewiesen werden, dass dadurch die vorhandenen Gasgeräte der Bürger nicht beschädigt werden.
  • Mittelfristig sind alle Busse des ÖPNV auf Elektroantrieb umzustellen. Dabei sollten Technologien bevorzugt werden, die kurzzeitiges Nachladen der Bus-Batterien an den Haltestellen nutzen, um die Größen der Batterien zugunsten des Fahrgast-Platzangebotes zu verringern und die Reichweite der Busse flexibel an die Verkehrsbedürfnisse anpassen zu können. Vergleichbare Ziele werden derzeit in Paris bereits aktiv verfolgt.
  • Die Trinkwasserversorgung muss in öffentlicher Hand bleiben. Bestehende Wasserwerke im Stadtgebiet sollen geschützt und weiter in Betrieb bleiben. Bei bereits geschlossenen Wasserwerken ist eine Reaktivierung zu prüfen. Diese Maßnahmen sind gerade auch vor dem Hintergrund der massiven Bevölkerungszunahme und einem damit einhergehenden steigenden Wasserbedarf geboten. Schon jetzt wird nur ca. 20 Prozent des Wasserbedarfs aus Frankfurter Quellen gewonnen. Dieser Anteil darf nicht noch weiter sinken, damit Frankfurt auch in wasserknappen Zeiten vom Umland nicht völlig abhängig wird.
  • Soweit Zisternen zur Speicherung und Nutzung von Oberflächenwasser geplant sind, muss für diese mittels einer verbindlichen Satzung eine Genehmigungspflicht eingeführt werden.