9. Frankfurt fördert Bildung für Chancengleichheit

Bedingt durch starken Zuzug und Geburtenüberschuss ist der Bedarf nach Krippen- und Kindergartenplätzen groß, die Schulen platzen aus allen Nähten, der Bedarf an Gymnasien und weiterführenden Schulen wächst. In den letzten Jahrzehnten ist es zu schweren Versäumnissen des seit 1989 von den Grünen geleiteten Bildungsdezernats gekommen. Frankfurt braucht aber ein solides, ausreichend finanziertes und von ideologisch motivierten Experimenten freies Schulsystem, in dem sich alle Kinder und Jugendlichen entsprechend ihren Fähigkeiten entwickeln können.

Unsere Positionen:

  • Schulsanierungen und notwendige Neubauten haben im Stadt- und Bildungshaushalt oberste Priorität. Über die Rangfolge und den zeitlichen Ablauf der jeweiligen Sanierung ist die Öffentlichkeit im Rahmen eines jährlichen Aktionsplans zu informieren.
  • Bei der Vergabe und Verteilung von Plätzen an Gymnasien sollen schulische Leistungsnachweise eine größere und im Entscheidungsfall auch Ausschlag gebende Bedeutung bekommen.
  • Inklusion im schulischen Bereich soll nur dort stattfinden, wo die entsprechenden individuellen, personellen und technischen Voraussetzungen ausreichend sowie nachhaltig gegeben sind. Das bewährte System der Förderschulen ist zu erhalten.
  • Kinder bei denen im Alter von vier Jahren keine ausreichenden Sprachkenntnisse festgestellt werden, müssen schon vor der Einschulung Förderunterricht in der deutschen Sprache erhalten. Über die erworbenen Kenntnisse ist ein Test abzulegen. Durch aktive Mitarbeit sollen betroffene Eltern in den Sprachlernprozess einbezogen werden.
  • Die Öffnungszeiten für Krippen, Kindergärten und Horte sind besser auf die Bedürfnisse der berufstätigen Eltern abzustimmen.
  • Die geplante Verdrängung der Berufsschulen an Standorte an den Stadträndern lehnen wir als Diskriminierungsversuch einer unverzichtbaren Bildungsform ab.