2. Frankfurt attraktiver machen

Überall, wo es möglich und notwendig ist, sollen städtebauliche und architektonische Akzente in Frankfurt gesetzt werden, die den Bedürfnissen vieler Menschen nach einer schöneren, im äußeren Bild harmonischer wirkenden Stadt Rechnung tragen. Eine qualitativ hochwertige Planung und Gestaltung der Stadtmitte ist ebenso wichtig wie die der Stadtteile. Auch Investoren können und müssen davon überzeugt werden, dass eine größere Attraktivität der Gebäude einen deutlichen Mehrwert erzeugt. Besondere Beachtung muss die bessere Ausgestaltung der Frankfurter Plätze bekommen.

Unsere Positionen:

  • Alle Pläne für größere Planungs- und Bauprojekte sind rechtzeitig der Öffentlichkeit zu präsentieren, um so die notwendige Transparenz und Akzeptanz zu schaffen.
  • Die Wiederzusammenführung der Dezernate für Verkehr und Stadtplanung nach der Kommunalwahl ist erforderlich. Die strukturell getrennte Fachplanung muss beendet werden. Dafür sind entsprechende Umstrukturierungen im Stadtplanungsamt unumgänglich.
  • Frankfurt braucht Industrie und muss dafür auch zusätzliche Flächen zur Verfügung stellen.
  • Wo es im innerstädtischen Bereich sinnvoll und möglich ist, sollen umfassende Stadtreparaturen vorgenommen werden. Deshalb wird die beispielhafte Initiative eines jungen Frankfurter Architekten für die Neugestaltung des Bereichs um die Alte Mainzer Gasse unterstützt. Es handelt sich dabei um ein Langzeitprojekt für die Zeit nach weitgehender Fertigstellung der Neuen Altstadt zwischen Dom und Römer.
  • Auf dem Römerberg als beliebtesten Ort für Einheimische und Touristen ist der teilweise durch Kanalarbeiten verunstaltete Platz so zu erneuern, dass wieder eine geschlossene Verlegung der Pflastersteine erreicht wird.
  • Der Rekonstruktion des Rathausturms „Langer Franz“ wird volle Unterstützung und Priorität zuerkannt.
  • Die Neugestaltung des Hauptwache-Bereichs darf nicht länger hinausgeschoben werden.
  • Die Altstadt Sachsenhausens bedarf weiterer Aufwertung. Brachflächen sollen adäquat bebaut, leerstehende oder marode Bestandsbauten saniert und für Wohn- oder Gastronomiezwecke nutzbar gemacht werden. Hierbei sind Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen.
  • Die Plätze in den Stadtteilen sollen durch Begrünung und Möblierung eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen und den Anwohnern als Ort der Kommunikation und Erholung dienen. Die Plätze in der Innenstadt sollen bei einer fehlenden harmonischen Randbebauung ebenfalls vorrangig begrünt werden, um als Ort der Erholung angenommen zu werden. Das gilt insbesondere für die völlig missglückte Gestaltung der Platzfolge Rossmarkt, Goethe- und Rathenauplatz sowie auch den leblos wirkenden Willy-Brandt-Platz vor den Städtischen Bühnen.
  • Die Neugestaltung der Kliniken Höchst im Rahmen der Fusion mit den Main-Taunus-Kliniken begrüßen wir, soweit diese Fusion sozialverträglich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in enger Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern in Hinblick auf die bauliche Gestaltung durchgeführt wird.
  • Den historischen Ereignissen um den 17. Juni 1953, den Opfern des Unrechtsstaates der DDR sowie dem Mauerfall und der deutschen Wiedervereinigung der Jahre 1989/90 wird eine Stele oder Gedenktafel im öffentlichen Raum gewidmet.
  • Für die Bombenopfer des Zweiten Weltkriegs wird in der demnächst fertiggestellten neuen Altstadt eine würdige Erinnerungsstätte geschaffen.
  • Den heimatvertriebenen Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten, die einen bedeutenden Anteil am Wiederaufbau und Wiederaufschwung Frankfurts in der Nachkriegszeit geleistet haben, wird ein Denkmal in zentraler Lage gewidmet.