Ekelerregende Zustände an der Galluswarte

BFF-Fraktion fordert Stadt zu umgehendem Handeln auf

BFF-Fraktion - Mitteilung 41-17

Die Galluswarte ist nicht nur symbolisch das Tor zum aufstrebenden Stadtteil Gallus, sondern gehört auch zu den wichtigsten Nahverkehrsknoten im Frankfurter Westen. Der S-Bahnhof und die Straßenbahnhaltestellen werden Tag  für Tag von tausenden Menschen frequentiert, die hier leben und arbeiten oder einfach nur zu Gast sind. Doch von Gastlichkeit kann zunächst keine Rede sein, denn man erreicht den Stadtteil über einen Un-Ort. Anders kann der Bereich unter der S-Bahn-Unterführung an der Galluswarte nicht bezeichnet werden.

Brückenbauteile, Boden, Sitzbänke, Ampelanlagen und Absperrgitter sind teilweise zentimeterdick mit Taubenkot verunreinigt, Federn überall. Der Fahrradabstellplatz ist von einem Heer gurrender Tauben umlagert,  die Karkassen und das Blut zweier vom Verkehr überrollter Artgenossen auf der Mainzer Landstraße von Autoreifen über die Fahrbahn verteilt. So präsentiert sich dem Besucher die Galluswarte am Nachmittag eines ganz normalen Werktages. Mittendrin im Geschehen ein verzweifelter Gemüsehändler, der überhaupt nicht verstehen kann, warum die Stadt nicht eingreift.

Hier als Passant nicht von herabfallenden Exkrementen getroffen zu werden, ist entweder hoher Vorsicht oder großem Glück zu verdanken - die entsprechenden Hinterlassenschaften in dem gesamten Bereich sprechen Bände.

Dem BFF-Stadtverordneten und Fraktionsgeschäftsführer Mathias Mund platzt angesichts dieser ekelerregenden Zustände der Kragen: „Einerseits reden wir in Frankfurt gerade über Investitionen von über 800 Millionen Euro in eine Kulturinstitution, aber andererseits wird in unserer Stadt ein Un-Ort wie hier an der Galluswarte nicht nur zugelassen, sondern offensichtlich sogar billigend in Kauf genommen. Das passt nicht zusammen und ist den Bürgerinnen und Bürgern auch nicht vermittelbar! Kultur fängt genau hier an, im Alltag der Menschen!“

Daher hat die BFF-Fraktion im Römer eine parlamentarische Initiative gestartet, die zum Ziel hat, den unhaltbaren Zustand im Bereich der Galluswarte sowie die damit einhergehende Gesundheits-gefährdung der Passanten umgehend zu beseitigen.

Darin wird der Magistrat aufgefordert, über eine erste Maßnahme die Tragekonstruktion der
S-Bahnbrücke zu vergittern, damit Tauben dort nicht mehr nisten und sich dort auch nicht mehr aufhalten können. Weiterhin hat eine fachgerechte Reinigung sowie Renovierung des gesamten Bereichs, inklusive aller Brückenbauteile und der dort vorhandenen Stadtmöblierung zu erfolgen. Durch geeignete und tierschutzkonforme Maßnahmen ist weiterhin die Taubenpopulation in diesem Bereich langfristig zu reduzieren, um damit die Aufenthaltsqualität in dem Bereich unter der S-Bahn-Unterführung an der Galluswarte dauerhaft sicherzustellen.

Das im Antrag verwendete Fotomaterial stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne in Originalgröße zur Verfügung!