Gegen Müllsünder helfen keine Studien

Ständige Kontrolle und wirksame Sanktionen erforderlich

BFF-Fraktion - Stellungnahme 37-17

Wer etwas über den sittlichen Zustand eines Teils der Bevölkerung Frankfurts erfahren will, bekommt mehr als ausreichenden Anschauungsunterricht nach einem sonnigen Tag am Mainufer: Wahre Müllberge liegen dort auf dem Rasen herum, dazu oft genug Glasscherben auf den von Fußgängern und Radfahrern frequentierten Wegen. Auch das seitens des Magistrats sowie des Grünflächenamtes mit großen Hoffnungen verbundene Aufstellen vieler neuer und größerer Abfallbehälter hat an der misslichen Situation ebenso wenig geändert wie zuvor schon teure, aber wirkungslose Filmwerbung für größere Sauberkeit in den Kinovorprogrammen.

Eine von der FES in Auftrag gegebene  Studie hat nun zu Tage gefördert, dass die Hauptverursacher der Vermüllung zwischen 21 und 30 Jahre alt sind und - zusammen mit Kindern und Jugendlichen - etwa  60 Prozent der Müllberge verursachen, am Mainufer dürfte dieser Prozentsatz noch höher liegen. Da die Studie von einem Institut der linkslastigen Berliner Humboldt-Universität erstellt wurde, fällt auch die Schlussfolgerung entsprechend aus: Erziehung könne wenig helfen, das sei nun mal „das Alter der Rebellion, des Aufbäumens gegen Konventionen“. Wirklicher Grund für die Misere sei vielmehr die Zunahme des Verpackungsmaterials, dieses Problem müsse „gesellschaftlich“ angepackt werden. Kurzum: Die ideologisch eingefärbten Banalitäten dieser mit hohen Kosten verbundenen Studie hätte sich die FES gut und gerne sparen können.

Denn schon drei Inspektionsgänge der zuständigen Dezernentin Heilig (Grüne) zusammen mit dem Leiter des Grünflächenamtes wären ausreichend gewesen, um das zu erkennen, was in der Studie steht. Und es kann doch nicht so schwer sein, daraus die einzig richtigen und wirksamen Schluss-folgerungen zu ziehen: Strikte Kontrollen der Mainuferbereiche und besonders betroffener Parkanlagen durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie empfindliche, unmittelbar verhängte und eingetriebene Geldbußen bei Verstößen. Was bei Falschparkern und Schwarzfahrern im ÖPNV tagtäglich praktiziert wird, kann und muss auch im Kampf gegen die Vermüllung in der Stadt als probates Mittel zum Einsatz kommen. Geschieht dies nicht, wird sich auch in Zukunft nichts ändern, da leider immer mehr junge Menschen weder im Elternhaus noch in der Schule zu einem pfleglichen Umgang mit öffentlichem Eigentum bzw. dem öffentlichen Raum motiviert werden.